Verhalten verstehen. Nicht nur verändern.
Wenn Verhalten schwierig wird, lohnt sich der Blick auf das Ganze.
Hinter Angst, Aggression, Unruhe oder anderen Auffälligkeiten steckt selten nur eine einzige Ursache.
Wenn Verhalten zum Problem wird
Nicht jedes unerwünschte Verhalten ist eine Verhaltensauffälligkeit.
Viele Schwierigkeiten im Alltag lassen sich durch gutes Training (Führung) klare Strukturen und eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund lösen.
Verhaltensberatung setzt dort an, wo Probleme deutlich darüber hinausgehen: wenn Verhalten ungewöhnlich stark ausgeprägt ist, den Alltag massiv beeinträchtigt, Mensch oder Hund erheblich belastet oder wenn die Ursachen nicht allein im Training zu finden sind.
Verhaltensberatung kann sinnvoll sein bei …
ernsthaftem Aggressionsverhalten
Aggressionsverhalten, das über gewöhnliche Konflikte oder Leinenreaktivität hinausgeht - insbesondere bei wiederholtem Schnappen, Beißvorfällen oder schwer einschätzbaren Situationen.
Zwangs-/stereotypem Verhalten
Sich ständig wiederholende Verhaltensweisen wie Kreisen, Schatten- oder Lichtjagen, permanentes Lecken oder andere Abläufe, aus denen der Hund kaum selbst herausfindet.
massiver Ressourcenverteidigung
Übermäßig starke Verteidigung von Futter, Gegenständen, Liegeplätzen oder Bezugspersonen - insbesondere, wenn Drohen. Schnappen oder Beißen eine Rolle spielen.
auffälligen bzw. plötzlich auftretenden Verhaltensveränderungen
Deutliche Veränderungen ohne erkennbaren Anlass - etwa plötzlich auftretende Ängste, Aggression, Unruhe, Rückzug oder ungewöhnliche Reizbarkeit.
Verhalten hat selten nur eine Ursache
Auffälliges Verhalten entsteht selten aus nur einem Grund. Erfahrungen und Lerngeschichte spielen ebenso eine Rolle wie Alltag, Haltung, Stress, körperliches Wohlbefinden und das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.
Deshalb schaue ich in der Verhaltensberatung nicht nur darauf, was ein Hund tut, sonder vor allem darauf, warum er es tut. Vorgeschichte, Gesundheit, Tagesablauf, Schlaf und Ruhe, Fütterung und soziales Umfeld können dabei wichtige Hinweise liefern
Erst wenn wir möglichst genau verstehen, woher ein Verhalten kommt und wodurch es aufrecht erhalten wird, können wir sinnvoll entscheiden, wo wir ansetzen.
Ernährung kann Verhalten beeinflussen
Futter macht aus einem Hund keinen anderen Hund.
Aber es kann beeinflussen, wie gut sein Organismus mit Belastungen umgehen kann.
Was und wie ein Hund gefüttert wird, kann sich unter anderem auf seine Energieversorgung, sein körperliches Wohlbefinden, seine Verdauung und damit auch auf seine Belastbarkeit auswirken. Gerade bei Hunden mit ausgeprägten Verhaltensproblemen lohnt es sich deshalb, die Fütterung nicht einfach auszuklammern.
Dabei geht es nicht darum, pauschal ein bestimmtes Futter als „gut“ oder „schlecht“ einzustufen. Entscheidend ist, was zu diesem Hund, seinem Alter, seinem Gesundheitszustand, seiner Aktivität und seiner individuellen Situation passt.
Verdauung & Wohlbefinden
Anhaltende Magen-Darm-Probleme, Unverträglichkeiten oder Beschwerden bedeuten körperlichen Stress. Ein Hund, der sich nicht wohl fühlt, kann entsprechend empfindlicher auf Belastungen reagieren.
Nährstoffe & Nervensystem
Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe liefern Bausteine, die der Organismus und auch das Nervensystem benötigen. Dabei zählt nicht einfach „viel“ oder „weniger“, sondern eine bedarfsgerechte Zusammensetzung.
Wie läuft eine Verhaltensberatung ab?
Verhaltensberatung beginnt bei mir nicht erst mit dem persönlichen Termin.
Bevor ich deinen Hund und dich kennenlerne, möchte ich seine (eure) Geschichte kennenlernen. Deshalb beginnt jede Verhaltensberatung mit einer ausführlichen Anamnese.
01 - Der Anamnesebogen
Hier beginnt die eigentliche Arbeit
Bevor du einen Termin für die Verhaltensberatung vereinbarst, lädst du dir hier den Anamnesebogen herunter und füllst ihn möglichst vollständig aus. Er umfasst nicht nur das Verhalten, das Anlass für deine Anfrage ist, sondern auch dessen Entwicklung, die Lebensumstände deines Hundes und weitere Informationen, die für die Einschätzung relevant sein können. Der Bogen ist bewusst umfangreich, denn manchmal steckt eine wichtige Information genau dort, wo man sie zunächst gar nicht vermutet.
Die Auswertung des Anamnesebogen ist bereits Bestandteil der Verhaltensberatung.
Ich arbeite mich vor unserem persönlichen Termin in die Informationen ein und achte auf Zusammenhänge, Widersprüche und mögliche Einflussfaktoren.
Bevor du einen Termin für die Verhaltensberatung vereinbarst, lade dir hier den Anamnesebogen herunter und sende ihn anschließend per E-Mail an
02 - Der persönliche Termin
Jetzt lerne ich dich und deinen Hund kennen
Nach der Auswertung des Bogens folgt der persönliche Termin. Jetzt möchte ich deinen Hund erleben und mir ein eigenes Bild davon machen, wie er sich verhält und wie ihr miteinander agiert.
Dabei geht es nicht darum, problematisches Verhalten gezielt zu provozieren. Je nach Fragestellung findet der Termin dort statt, wo eine sinnvolle Einschätzung möglich ist – bei euch zu Hause, im gewohnten Umfeld oder an einem passenden Ort.
Die Erkenntnisse aus der Anamnese und meine Beobachtungen vor Ort bilden anschließend die Grundlage für die weitere Beratung und Vorgehensweise; plane für diesen Termin bis zu 90 Minuten ein.
03 - Wie es danach weitergeht
Kein Schema F - sondern das was für euch sinnvoll ist
Nach dem persönlichen Termin besprechen wir, wie es weitergeht. Was sinnvoll ist, hängt davon ab, was sich aus Anamnese und Termin ergeben hat.
Das kann weiteres Training oder eine begleitende Beratung sein, Veränderungen im Alltag oder Management, eine Anpassung der Fütterung oder – wenn es Hinweise darauf gibt – eine tierärztliche Abklärung.
Nicht jeder Hund braucht dasselbe.
Und nicht jedes Problem braucht zehn weitere Termine. Ziel ist ein Weg, der für deinen Hund fachlich sinnvoll und für euch im Alltag umsetzbar ist.
Start in die Verhaltensberatung
195 € inkl. MwSt.
Darin enthalten:
Auswertung des Anamnesebogens und Vorbereitung, persönlicher Termin bis zu 90 Minuten sowie die gemeinsame Besprechung des weiteren Vorgehens
Wie es anschließend weitergeht, richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Weitere Termine werden separat vereinbart und berechnet.
Anfahrt innerhalb Falkensees inklusive. Außerhalb Falkensees berechne ich 0,50 € pro gefahrenem Kilometer für Hin- und Rückfahrt
